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Teichschlammsauger

Im völligen Gegensatz zu einem Swimmingpool, der wortwörtlich leblos ist, blüht in einem Teich das Leben. Das bedeutet aber auch die fortlaufende Ansammlung von Sedimenten, die sich am Teichboden absetzen. Mit einem Teichschlammsauger kann das Gewässer im eigenen Garten von den biologischen Überresten von Zeit zu Zeit befreit werden.

Ein Teich ist ein Biotop, in dem es vor Leben nur so wimmelt. Hier findet sich von den höheren Tierarten, wie Vögeln, Fischen und Amphibien, bis zum für den Menschen unsichtbaren Einzeller alles ein, was so kreucht und fleucht in der Fauna. Eventuell ist für viele Gartenbesitzer auch das Thema der richtigen Teichwanne von Interesse.

Nicht zu vergessen die Flora in Form von Wasserpflanzen, der Teichrandbepflanzung und den meist eher lästigen Algenbewuchs. Sie alle sind in den Kreislauf des Lebens eingebunden und benötigen Nährstoffe genauso wie Reststoffe entstehen, die zusammen mit Staub und Laub aus der Umgebung als Schlamm auf den Boden absinken.

In der Natur wird diese Schlammschicht üblicherweise über den Zu- und Ablauf oder die Strömung eines Gewässers reguliert. In einem Gartenteich besteht diese Möglichkeit aus verschiedenen Gründen nicht. Letztlich kann ein natürliches Gewässer vom Menschen nur unzureichend nachgestellt werden.

Ohne den maschinellen Eingriff mittels eines Teichschlammsaugers würde der Gartenteich irgendwann verlanden und schon lange vorher biologisch gesehen absterben.

Was ist ein Teichschlammsauger?

Sicher beinhaltet die Bezeichnung die Funktion des Teichschlammsaugers, aber technisch gesehen ist ein Teichschlammsauger doch etwas anderes als etwa ein Staubsauger oder einfach eine Pumpe. Oftmals wird auch gefragt, ob man einen Teichschlammsauger selber bauen kann.

Mitunter wird bei einem Teichschlammsauger auch von einem Vakuumsauger gesprochen, obwohl dies technisch gesehen nicht ganz richtig ist. Die Bezeichnung Unterdrucksauger wäre genauer, sie hat sich jedoch nicht etablieren können. Sie findet in anderen Bereichen ihre Anwendung.

Außerdem besteht noch die etwas seltenere Variante des Teichschlammsaugers mit Verdrängerpumpe und gekapseltem Motor. Doch hier geht es um die weitaus häufiger eingesetzte Form des Teichschlammsaugers mit Unterdruckfunktion.

Über der Schmutzwassersammelkammer ist der Motor des Teichschlammsaugers montiert. Dieser erzeugt in der Kammer einen rotierenden Luftstrom. Im oberen Bereich der Kammer ist wiederum der Ansaugschlauch angebracht.

Durch die schnelle Rotation der Luft wird im Ansaugschlauch ein Unterdruck erzeugt, wodurch wiederum das Teichwasser und mit ihm der Schlamm angesaugt werden. Das Schmutzwasser fließt in die Kammer und trifft hier zunächst auf einen Schmutzfilter oder das Schmutzwasser wird ungefiltert über einen Auslass weiter ins Freie befördert.

Funktional gesehen entspricht der Teichschlammsauger einem herkömmlichen Nasssauger. Der große Unterschied liegt natürlich darin, dass ein Teichschlammsauger ausschließlich Schmutzwasser fördert und dies eine wesentlich höhere Motorleistung wie auch eine stabilere Bauart erfordert.

Im Gegensatz zu Luft und vereinzelten Wassermengen, die mit einem Nasssauger aufgenommen werden, ist Wasser durchaus schwer, verschlammtes Wasser erst recht. So muss der Motor in der Lage sein, einen Luftstrom mit so hoher Geschwindigkeit zu erzeugen, dass ausschließlich Wasser angesaugt wird, und zwar über eine erhebliche Wegstrecke hinweg.

Verschiedene Bauweisen des Teichschlammsaugers

In der praktischen Anwendung unterscheiden sich die verschiedenen Teichschlammsauger vor allem durch den Transport und das Auffangen beziehungsweise weiterleiten des Schmutzwassers.

 

1.Die einfachste Bauform ist der Teichschlammsauger, der den Schlamm und das Wasser ansaugt und es ungefiltert über den Auslaufschlauch nach draußen befördert. Hierbei kann das Schlammwasser zum Beispiel direkt in den Garten geleitet und als Dünger verwendet werden. Allerdings wird natürlich eine beträchtliche Menge Wasser vom Teich abgezogen und der Garten unter Umständen überwässert.

In dieser Variante kann aber auch ein Teichsaugerkorb oder ein Filterkorb in den Ablaufschlauch eingekuppelt werden. Mit dessen Hilfe werden die Schlammteile dem Wasser entzogen und dieses kann direkt zurück in den Teich geleitet werden.

Ist der Filterkorb voll, kann der nun nur noch feuchte Schlamm wiederum als Dünger dienen oder zunächst auf dem Kompost zwischengelagert werden.

Der Vorteil dieser Bauart liegt zunächst im Preis, wobei sogar der zusätzlich zu erwerbende Filterkorb das Preis-Leistungsverhältnis nicht mindern muss. Der Nachteil liegt im zeitaufwendigen Aufbau und der fehlenden Flexibilität, weil der externe Filterkorb bei Bewegungen am Teichrand nachgeführt werden muss.

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2.In der nächsten Bauart ist der Filter im Teichschlammsauger bereits eingebaut. Das filtrierte und damit weitgehend saubere Wasser aus dem Ablaufschlauch kann direkt zurück in den Teich geführt werden.

Der Filter muss natürlich ebenso wie in der ersten Variante von Zeit zu Zeit geleert werden. Es gibt hier Modelle, die für die Filterkammer eine selbst entleerende Automatik aufweisen. Allerdings erfolgt die automatische Entleerung ebenfalls über den Ablaufschlauch, womit während der Entleerung der Kammer die Rückführung des Wassers in den Teich nicht möglich ist.

Der Vorteil gegenüber der Variante 1 besteht in der ausreichenden Bewegungsfreiheit. Der Nachteil liegt meist darin, dass der eingebaute Filterkorb nicht selten recht klein ausfällt und dementsprechend oft eine Pause vom Schlammabsaugen eingelegt werden muss, um den Filterkorb zu leeren.

 

3.Die quasi semiprofessionelle Form des Teichschlammsaugers besitzt ein Zwei-Kammer-System zur Filtrierung des Schmutzwassers. Hierbei wird das Schmutzwasser zunächst in eine Kammer transportiert, dort gefiltert und das nun klare Wasser wieder in den Teich befördert. Ist nun die erste Kammer voll, schaltet das Gerät auf die zweite Kammer um.

Während diese nun die Filtrierung übernimmt, kann Kammer 1 geleert werden. Auch hier kann je nach Bauart die Entleerung der Schmutzfilterkammern automatisch erfolgen, wiederum ist währenddessen eine Rückführung des sauberen Wassers nicht möglich.

Der eher theoretische Vorteil des Zwei-Kammer-Systems liegt darin, dass eigentlich ununterbrochen Schlamm abgesaugt werden kann. Doch um dies praktikabel zu machen, sind zur Bedienung entweder zwei Personen notwendig, oder der Ablaufschlauch wird jedes Mal umgelegt, denn der Ansaugschlauch mit der Düse muss ja weiter über den Teichgrund geführt werden, damit auch Schlamm aufgenommen wird und nicht nur reines Wasser.

Der tatsächliche Vorteil liegt wohl eher im höheren Speichervolumen der zwei Filterkammern. Der Nachteil dieser Bauform liegt im deutlich höheren Preis im Verhältnis zu den beiden anderen Varianten.

Bei genauer Betrachtung wird von praktisch allen Herstellern der Rückführung des Wassers in den Teich wenig Beachtung geschenkt. Das ist im Grunde auch kein großes Problem, da üblicherweise das Schmutzwasser oder auch das gefilterte Wasser über den Gartenboden in das Grundwasser gelangt und nicht in die Kanalisation.

Natürlich muss das nun im Teich fehlende Wasser wieder nachgefüllt werden, wobei es schlicht eine Frage der Leistung ist, wie viel Wasser verloren geht beim Schlammabsaugen.

Hohe Leistung ist für den Teichschlammsauger das A und O

Einen Teich vom Schlamm zu befreien ist auch mit einem Teichschlammsauger eine recht harte Arbeit. Da ist es umso besser, wenn diese Tätigkeit möglichst schnell erledigt werden kann.

Welches Leistungsspektrum für welchen Teich jedoch benötigt wird, lässt sich nicht pauschal erklären. Wem jedoch der Preis egal ist, der greift einfach zu den Profi-Modellen, die bei etwa 1000 Euro beginnen und selbst mit sehr tiefen und großen Teichen fertig werden.

Wesentlich preisgünstigere Modelle müssen deshalb nicht schlechter sein, es kommt einfach auf die Einsatzumgebung an. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl nach Leistung bei einem Teichschlammsauger ist die Tiefe des Teichs.

Vor allem bei Teichschlammsaugern, die aus einer Einheit bestehen, also Motor und Sammelbehälter, ist eine hohe Leistung besser, da hier das Schlammwasser oft über mehrere Meter angesaugt werden muss.

Solange es sich um relativ flaches Wasser handelt, ist die Strecke der Ansaugung eher unwichtig. Richtig Leistung wird benötigt, wenn es in die Tiefe geht. Denn jetzt muss der Motor gegen die Schwerkraft ankämpfen. Die mögliche Ansaughöhe gewinnt an Bedeutung.

Doch wo fängt ein leistungsstarker Teichschlammsauger an? Grundsätzlich sollte der Teichschlammsauger stärker sein als der Staubsauger für das Wohnzimmer. Die unterste Grenze beginnt etwa bei 1200 Watt maximaler Leistung.

Es ist jedoch wiederum nicht ganz so einfach. Eine gute Saugleistung hängt gleichermaßen mit der Geometrie der Schaufelräder zusammen, die den Luftstrom erzeugen. Darum können selbst Geräte mit nur 1200 Watt sehr gute Leistungen erzielen.

Motorleistung und Turbinengeometrie ergeben zusammen die Saugkraft oder Saugleistung eines Teichschlammsaugers, angegeben in Liter pro Stunde. Hinzu kommt die mögliche Ansaughöhe als weiteres Kriterium.

Um nun ein bisschen Klarheit in die Materie zu bringen, nun die technischen Daten eines Teichschlammsaugers, der sich für den größten Teil aller in deutschen Gärten befindlichen Teichen eignet.

  • Motorleistung 1600 Watt
  • Saugleistung 4000 l/h
  • Maximale Saugtiefe 2,10 m

Üblicherweise sind die meisten Gartenteiche in der BRD keine zwei Meter tief. In diesem Zusammenhang ist sicherlich ein Teichnetz eine Überlegung wert.

Aber besser etwas zu viel als zu wenig Leistung. Das wirkt sich auch positiv auf die Menge an abgesaugtem Wasser aus. Je schneller das Absaugen des Schlamms erfolgt, desto geringer ist die abgesaugte Menge an Wasser. Fest steht, dass die Auswahl bei einem Schlammsauger für den Gartenteich sehr groß ist, sowohl offline als auch online.

Teich

Welches Zubehör ist wichtig für den Teichschlammsauger?

Das eigentliche Absaugen des Schlamms vom Grund des Teichbodens erfolgt entweder über eine Teleskopstange, an deren Ende sich die Saugdüse befindet, oder über einen flexiblen Schlauch mit Düse, der wiederum durch eine seitlich befestigte Teleskopstange geführt wird.

Beide Varianten haben so ihre Eigenheiten. Der flexible Schlauch kann besser an schwer zugängliche Stellen geführt werden. Die Teleskopstange erlaubt die schnellere Bearbeitung großer Flächen. Es kommt also auf die Unterwassergestaltung des Gartenteichs an.

Auf jeden Fall sollte der Ansaugschlauch oder die Stange über einen transparenten Teil verfügen, damit kontrolliert werden kann, was gerade eingesaugt wird. Das bedeutet aber auch, dass der Ein- und Ausschaltknopf so angebracht ist, dass sich das Gerät schnell abschalten lässt. Gerade bei Gartenteichen mit Fischbesatz kann das dem einen oder anderen Flossentier das Leben retten.

Der Schlamm im Wasser wird fachsprachlich Mulm genannt. Dieser Mulm liegt vor allem auf der Kiesdecke des Teiches. Um diesen Mulm sauber und vor allem Zügig zu entfernen, lohnt sich die Anschaffung eines Mulmsaugers in Form einer Vorsatzdüse.

Die Geräte gibt es auch separat zu kaufen, wobei sie meist als Wasserstrahlsauger arbeiten. Allerdings sind sie in dieser Form nur für sehr flache Teiche geeignet. Besser ist es, Sie als Düse an den Teichschlammsauger anzubringen, wenn sie nicht bereits zum Zubehör gehören.

Auch der Ansaugschlauch gehört zum Zubehör des Teichschlammsaugers und ist als solcher auf die Leistung des Motors abgestimmt. Den Ansaugschlauch selbst zu verlängern, bedeutet eine Leistungseinbuße.

Der Ausgangsschlauch oder Drainageschlauch wiederum kann durchaus beliebig verlängert werden, jedoch müssen beim Auslegen des Schlauchs Steigungen berücksichtigt werden. Es kommt immer auf das jeweilige Modell an, ob das aus dem Teich kommende Wasser unter Druck oder nur mittels Schwerkraft abgelassen wird.

Könen Teichschlammsauger auch anderweitig genutzt werden?

Ein Teichschlammsauger ist genauso ein Nasssauger und manche Hersteller bieten zudem Modelle an, die sich mit wenigen Handgriffen zum normalen Staubsauger umrüsten lassen. Für den dauerhaften Einsatz, etwa zum Absaugen voll gelaufener Keller, ist der Teichschlammsauger eher weniger geeignet.

Im Gegensatz zu einer Tauchpumpe, die durch das Umgebungswasser gekühlt wird, reicht die Luftkühlung eines Teichschlammsaugers meist nicht aus, ihn im Dauerbetrieb laufen zu lassen.

Teich mit Blume

Fazit:

Wer einen Teich besitzt und damit vor der Notwendigkeit des Schlammabsaugens steht, kann bei geschickter Wahl gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, zumal manche Modelle über eine Bereifung verfügen, die für eher groben Untergrund geeignet ist.

Da genügt sie ebenso für Parkett oder Teppichboden. Nur sollte der häusliche Einsatz auf die Tagesstunden beschränkt bleiben, denn die meisten Teichschlammsauger sind keine Leisetreter.


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